Pädakustik

Der Pädakustiker ist ein Akustiker mit einer speziellen Zusatzausbildung für kindgerechte Hörgeräteanpassung und entsprechend technischer sowie räumlicher Ausstattung.

Für eine optimale Hörgeräteeinstellung beim Kind benötigt man in erster Linie viel Erfahrung - besonderes Einfühlungsvermögen, Fachkompetenz und die Einbindung der Eltern.

Wir sind bundesweit anerkannte Experten auf dem Gebiet der Versorgung von schwerhörigen Säuglingen bis hin zu Jugendlichen.

Seit über 20 Jahren arbeiten wir in enger Abstimmung mit Ärzten und Fachleuten auf dem Gebiet der kindlichen Schwerhörigkeit und geben Kindern eine Chance, die Welt mit all ihren Klängen und Tönen zu entdecken.

Diagnose

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind nicht hören kann oder dass Ihr Kind die Sprache nicht richtig versteht?

Dann sollten Sie dieser Sache dringend auf den Grund gehen. Anzeichen, die auf eine Schwerhörigkeit Ihres Kindes hindeuten, können sein:

  • verzögerte Sprachentwicklung
  • keine Reaktion bei lauten Geräuschen
  • Ihr Kind bewegt seinen Kopf nicht in Richtung eines Geräusches

Suchen Sie in diesen Fällen umgehend einen HNO-Arzt auf. Von 1000 Neugeborenen leiden etwa 2 bis 3 unter einer behandlungsbedürftigen Schwerhörigkeit.

Es gibt auch für Säuglinge sehr gute Hörtests. Mit speziellen Hörprüfungen, insbesondere mit audiometrischen Tests, wird die Schwerhörigkeit diagnostiziert.

Für viele Eltern ist diese Diagnose zunächst ein Schock. Doch Sie können darauf vertrauen, dass es eine Lösung gibt, den Hörverlust auszugleichen.

Eine rechtzeitige Behandlung – möglichst schon im Säuglingsalter - kann ausschlaggebend dafür sein, dass Ihr Kind sich trotz seiner Schwerhörigkeit normal entwickelt.

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Hörgeräte für Kinder

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl kindgerechter Hörgeräte auf dem Markt. Nach den Angaben bzw. Messwerten, die durch einen HNO Arzt oder eine Klinik festgestellt wurden, suchen wir die passende Hörhilfe für Ihr Kind aus.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich Ihr Kind hierbei wohlfühlt. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, die Ihr Kind braucht.

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Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO)

Am häufigsten kommen die sogenannten Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) zum Einsatz, denn das Ohr des Kindes wächst permanent. Bei einem HdO muss nur der Ohrstöpsel (Otoplastik) neu angepasst werden, während die Technik, die sich im Bereich hinter dem Ohr befindet, nicht ausgewechselt werden muss. Farbige Gehäuse sowie Ohrpassstücke erleichtern Kindern die Eingewöhnung.

Für die meisten Kinder ist es ein großartiges Erlebnis, wenn sie ihre Umgebung zum ersten Mal über Hörgeräte "verstärkt" wahrnehmen. Sie tragen daher ihre Hörhilfen mit Freude und Stolz.

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FM-Anlagen

In manchen Situationen mit lauten Umgebungsgeräuschen ist es trotz Hörgerät schwer, die Sprache deutlich zu verstehen. Hier bietet sich der Einsatz von sogenannten FM-Anlagen (Frequenz-Modulationsanlage) an. Sie bestehen aus einem Mikrofon und einem Sender und werden an das Hörgerät angeschlossen.

Der Vorteil ist die direkte Übertragung von Sprache ohne die störenden Nebengeräusche.

Besonders im Kindergarten, in der Schule und später im Beruf werden FM-Systeme häufig verwendet.

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AVWS

AVWS steht für Auditive Verarbeitungs- und Wahrneh-
mungs Störung. Hierbei handelt es sich nicht um eine Hörstörung im engeren Sinne. Die betroffenen Kinder haben in der Regel ein normales Audiogramm, hören aber dennoch schlecht. Die Folgen zeigen sich unter anderem in Einschränkungen der:

  • Geräuschlokalisation
  • Unterscheidung von Lauten
  • Trennung von Nutzsignal und Störschall

Der Pädakustiker kann im Falle einer AVWS helfen, indem er den betroffenen Kindern eine spezielle FM-Anlage (Frequenz-Modulationsanlage) anpasst.

Diese Technik ermöglicht einen klaren und direkten Zugang zur Stimme des Sprechers. Kleine, leichte Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden, empfangen dabei das Sprachsignal auf direkten Weg über Funk.

Der Lehrer, Therapeut oder die Eltern tragen dabei einen Sender zum Beispiel bequem am Gürtel. Das Sprachsignal, welches immer deutlich über dem Störschall liegt, wird direkt an das Kind übertragen.

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Hörgeräte bei Down-Syndrom

Bei Kindern mit Down-Syndrom ist in 50%-70% aller Fälle auch das Gehör geschädigt. Die Hörstörungen treten vor allem in den ersten drei Lebensjahren auf. Den größten Teil bilden dabei Mittelohrschwerhörigkeiten und Paukenergüsse.

Um betroffene Kinder bestmöglich zu behandeln und fördern zu können, ist es wichtig, eventuelle Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen. Gerade bei Paukenergüssen ist eine entwicklungsbegleitende Hörgeräteversorgung sinnvoll.

Bei Down-Syndrom-Kindern muss der Pädakustiker auf eine Vielzahl von anatomischen Besonderheiten achten.

Der fachliche Austausch mit Ärzten, Pädaudiologen und Therapeuten ist für unsere Mitarbeiter daher von großer Wichtigkeit, um eine optimale Hörgeräteversorgung zu gewährleisten.

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Perspektiven aufzeigen

Unsere Aufgabe liegt nicht nur in der Neuanpassung von Hörgeräten, sondern ein ganz wichtiger Aspekt liegt in der Beurteilung und Begutachtung vorhandener Hörgeräte-Versorgung, insbesondere im Rahmen der Voruntersuchung zu einem Implantat.

Mit oder ohne Hörverlust - jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich. Schwerhörigkeit muss aber nicht bedeuten, dass Ihr Kind dadurch in der Fähigkeit zu kommunizieren, zu lernen, und soziale Fähigkeiten zu entwickeln beschränkt wird.

Es ist ein neuer Weg für Sie - aber mit Liebe, Geduld und Unterstützung werden Sie und Ihr Kind wieder zu einem normalen Leben zurückfinden, in dem sich Ihr Kind unbefangen und glücklich entwickeln kann.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Information der beste Weg ist. Sprechen Sie mit uns, um die neue Lebenssituation zu begreifen und zu bewältigen.

Wir stehen Ihnen auf diesem Weg als kompetenter Partner zur Seite.